Die Sternstunde des Josef Bieder

Theaterkabarett für einen Requisiteur
Von Eberhard Streul und Otto Schenk
Regie: Peter Klaus Fischer


Josef Bieder hegt tief in seinem Herzen eine grosse Liebe zum Theater – und ganz besonders zur Oper. Sein Lebenstraum, Sänger zu werden, hat sich nicht erfüllt. Jedenfalls hat er es in seinem langen Berufsleben „nur“ zum Theaterrequisiteur gebracht, dessen Alltag in der Regel hinter der Bühne stattfindet, abseits vom Scheinwerferlicht. Bis er durch einen Dispositionsfehler eines Abends aus seinem Schattendasein gerissen wird. Er wird mit einem besetzten Zuschauerraum konfrontiert, obwohl keine Vorstellung ist. Bieder versucht zunächst, einen Vorgesetzten ans Telefon zu bekommen, um Anweisungen für sein weiteres Vorgehen zu erhalten. Doch ist dies vergeblich. So sieht er sich gezwungen, den Abend in Eigenregie zu übernehmen. Er beginnt aus dem Nähkästchen zu plaudern, gerät ins Philosophieren über das Theater im Allgemeinen und lässt sich zu einem grandiosen Rundumschlag gegen alles und jeden hinreißen: Gegen Kollegen, Sänger, Schauspieler, Regisseure, Dirigenten, Tänzer, selbst den Intendanten verschont er nicht. Um seinen Erzählungen Farbe und Nachdruck zu verleihen, schlüpft er selbst in ständig wechselnde Rollen, gibt grosse Arien zum Besten und erlebt so seine ganz persönliche wahre Sternstunde.


Die Sternstunde des Josef Bieder ist eine Liebeserklärung an das Theater. Voller Witz, Tiefsinn, Melancholie und skurriler Weltsicht.

 

Pressestimmen

"Tatsächlich heißt Josef Bieder Wolfgang Welter, aber für 90 Minuten wird er voll und ganz zum alten Theaterrequisiteur, der zum ersten Mal in seinem Leben wirklich tun darf, wozu er sich berufen fühlt. Das Publikum reißt er zu schmunzelnder Konzentration, lautem Lachen und vor allem minutenlangem Applaus am Schluß hin."
Westdeutsche Zeitung

"Die Sternstunde des Josef Bieder ist eine One-Man-Show. Und Wolfgang Welter gelingt es sehr gut,90 Minuten lang einen Spannungsbogen erkennen zu lassen."
Neue Rhein Zeitung

"Für Wolfgang Welter ist der Requisiteur Josef Bieder vor allem ein Meistersänger, ein Hans Sachs als Schuster und Dichter, dessen große Chance irgendwann gekommen und unbemerkt gegangen ist. Was jetzt bleibt, ist die Imitation, der Nachhall. Die jedoch kann er ausbreiten über das gesamte Repertoire, vom Bajazzo mit Clownsnase bis hin zu "Schwanensee". Über Welters Glanznummer soll nicht mehr verraten werden…"
Rheinische Post

Bühnenanweisung

Bühnenmasse: Minimum 5 x 3 Meter
Spielbar in jeder Dekoration – auf jeder Spielfläche
Licht: Helle Spielfläche
Ton: Zuspielung (kann auch entfallen)
Keine GEMA

Wolfgang Welter